23.10.2017 02:55

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CDU Bermatingen für Ausbau der Kleinwasserkraftwerke im Bodenseekreis 

Die Bundesregierung hat den Atomausstieg beschlossen. Im Energiekonzept der CDU steht die regenerative Energieerzeugung auf Vorfahrt.

Für den Bodenseeraum ist die Energieversorgung über Wasserkraft interessant

  • weil in den angrenzenden Alpenländern große Mengen an Strom über Wasserkraft erzeugt werden
  • weil im Bodenseekreis die Energieerzeugung mit Wasserkraft eine lange Tradition hat.
Mit Beginn der Industrialisierung bildeten Handwerks- und Gewerbemühlen Ausgangspunkt für die Ansiedlung von Industrieunternehmen (Mühlhofen) und sie waren die ersten Orte, an denen die Wasserkräfte zur Gewinnung von Elektrizität genutzt wurden (Langenargen). Auch in der Geschichte von Bermatingen spielen die Mühlen und ihre Nutzung der Wasserkraft eine Rolle.  Wasserkraftanlagen sind grundsätzlich technisch zuverlässig, langlebig, ihre Stromerzeugung ist stetig und steuerbar. Sie können so zur örtlichen Grundlastversorgung beitragen und sind keine zusätzliche Belastung für die Stromnetze. Allerdings sind Wasserkraftvorhaben langfristige Investitionen. Statt an drei verschiedenen Standorten auf Windkraftwerke zu setzen, sollten im Bodenseekreis Potenziale für Wasserkraftanlagen erkundet und genutzt werden.  Im Sinne eines langfristigen Energiekonzeptes geht es darum
  • bestehende Anlagen zu modernisieren, denn moderne Turbinen ermöglichen einen Leistungszuwachs von 50 bis 100 %
  • stillgelegte Anlagen zu aktivieren
  • neue Standorte ausfindig zu machen
  • die Rahmenbedingungen wie beispielsweise die Einspeisevergütung gemäß EEG zu überdenken und den neuen politischen Energiekonzepten mit den Zielen der Vorfahrt für regenerative Energien und der dezentrale Energieproduktion anpassen.
Für Bermatingen könnte die raue Rampe beim Regenwasserüberlaufbecken in Ahausen als Standort für eine Kleinwasserkraftanlage interessant sein 

Der CDU Ortsverband schlägt vor:

 
  • Das LRA überprüft die Seefelder Aach oberhalb von Ahausen auf Potenziale für Kleinstwasserkraftwerke.
  • Das LRA überarbeitet wasserrechtliche Bestimmungen und lockert diese gegebenenfalls. Für Windkraftanlagen wurden auch Aspekte des Landschaftsschutzes außer Kraft gesetzt, die aber beispielsweise bei der Fortschreibung der Flächennutzungspläne in den Umweltsteckbriefen wichtige Kriterien waren.
  • Die Einspeisevergütung für Kleinwasserkraftanlagen muss überprüft und erhöht werden. Denn die Einspeisevergütung für Strom aus Kleinwasserkraftanlagen liegt bei 9,6 bis 11,7 cent/kwh und beträgt damit nicht einmal die Hälfte der aktuellen Vergütung für Strom aus Kleinphotovoltaikanlagen.
 






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