23.10.2017 02:54

2011 Wohnen im Alter

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Wohnen im Alter
war Thema des Podiumsgesprächs am 11. Juli 2011 in Bermatingen, zu dem der CDU Ortsverband Bermatingen gemeinsam mit den Freien Wähler eingeladen hatte.
An diesem Abend wurden verschiedene Aspekte des Wohnens im Alter beleuchtet. Angesichts der Tatsache, dass zwischen 70 bis 80 % der Hilfs- und Pflegebedürftigen älteren Menschen von den Angehörigen versorgt werden, wurde ein besonderes Augenmerk auf das Wohnen in den eigenen vier Wänden und auf die enorme Leistungen der Angehörigen gelegt werden. „Über allem stehen dabei die Fragen, wie wir einerseits den Lebensabend würdevoll verbringen können, auch wenn wir auf Hilfen im Haushalt oder in der Pflege angewiesen sind“ so die Ortsvorsitzende Carola Uhl. Andererseits müssen die Leistungen finanzierbar sein, auch dann, wenn der Anteil der Ruheständler steigt und die Zahl der Menschen im erwerbstätigen Alter abnimmt.
Über die Dienstleistungen der Sozialstation, die helfen, den Lebensabend im eigenen Heim zu gestalten, berichtete Marlene Scheu, Pflegedienstleiterin der Sozialstation Linzgau. Sie informierte auch über die neue Wohngemeinschaft für Demenzkranke, ein zukunftsweisendes Projekt, da etwa jeder Dritte über 90 Jahre an Demenz leidet.
Dr. Maximilian Zollner vom T-City-Projekt Friedrichshafen stellte das Teilprojekt „Selbstbestimmtes Leben“ vor, das ein Netzwerk von haushaltsnahen Dienstleistungen wie Lebensmittellieferungen, Essen auf Rädern, Hausmeisterdienste, Fahrpläne, Medikamentenzustellung umfasst und mit verschiedenen Einrichtungen vernetzt ist. Ziel des Projektes ist, das Leben in den eigenen vier Wänden zu unterstützen und möglichst lange zu ermöglichen.
Moderne telemedizinische Anwendungen, die die Gesundheitskontrolle verbessern und helfen, Krankenhausaufenthalte zu vermeiden, präsentierte Claudia Fink, Krankenschwester und Mitarbeiterin des Klinikum Friedrichshafen. Wiltrud Bolien und Rainer Barth, im Landratsamt Bodenseekreis zuständig für die Sozialplanung, berichten über den heutigen und zukünftigen Bedarf bezüglich der Altenhilfe und die Rolle des Landratsamtes als Impulsgeber, Koordinator und Moderator der Planung.
Gesundheitspolitik im Hinblick auf den Altersaufbau unserer Gesellschaft war Thema des Beitrags des CDU-Bundestagsabgeordneten Lothar Riebsamen. Die Rücklagen der Pflegeversicherung werden aufgebraucht und die Pflegekasse wird bald geleert sein. Die Politik erarbeite Konzepte, wie die Pflegebedürftigkeit aufgefangen werden kann. Dazu gehören beispielsweise die Unterstützung der Angehörigen, die Pflegedienste in der Familie übernehmen, die Anerkennung der Altenpflegerin als Berufsbild, der Einsatz und die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte und neue Formen des Wohnens.






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