23.10.2017 02:54

2011 Nahverkehrsplan Stellungnahme der CDU

Entwurf des Nahverkehrsplanes des Landkreises Bodenseekreis
Stellungnahme der CDU Bermatingen
Dezember 2010

Auf der Bodenseegürtelbahn wird Bermatingen heute auf Bestellung des Landes Baden-Württemberg durch den Regionalbahn-Stundentakt Radolfzell – Friedrichshafen bedient. Einzelne Verbindungen sind bis Singen bzw. Friedrichshafen Hafen verlängert. Im Zeitraum 1999 bis 2009 haben sich die Fahrgastzahlen auf diese Linie verdoppelt. Die Bodensee-Gürtelbahn ist eine Erfolgsstory, was auch auf die stündlichen Verbindungen sowie die neuen Haltepunkte im Stadtgebiet von Friedrichshafen zurückzuführen ist.

Obwohl der Landkreis nicht Aufgabenträger und Besteller des Schienennahverkehrs ist, kann er mit dem Nahverkehrsplan (NVP) Einfluss auf die künftige Entwicklung nehmen.

Stundentakt erhalten: Das Regionalbahn-Angebot ist mindestens im Stundentakt von 5 bis 24 Uhr zu erhalten und in der Hauptverkehrszeit zu verdichten. Auch zwischen 21 und 22 Uhr abends muss die Verbindung von Friedrichshafen aus und nach Überlingen gewährleistet sein.
Angesichts der Bedeutung im Tourismus ist der Stundentakt auch am Wochenende durchgehend beizubehalten.

Umstiegsfreie Verbindungen erhalten: Mittelfristig sind stündlich umsteigefreie Verbindungen zum IC/ICE-Knoten Singen und über Friedrichshafen hinaus zum Flughafen Friedrichshafen, nach Ravensburg bzw. nach Lindau vorzusehen, um die Attraktivität des Angebotes zu verbessern.

Elektrifizierung und Ausbau der Bodensee-Gürtelbahn: Um dieses Fahrplanangebot und die Zuverlässigkeit des SPNV zu verbessern sowie die Lärmbelastung durch den heutigen Dieselbetrieb zu reduzieren, muss die Bodenseegürtelbahn elektrifiziert werden. Außerdem sind weitere Ausbauten wie Doppelspurabschnitte als zusätzliche Kreuzungspunkte vorzusehen und die nötigen Flächen in den Regional- und Flächennutzungsplänen zu berücksichtigen.

Service verbessern: Das Elektronische Fahrgastinformationssystem an Bahnhöfen, das im Zuge des Bahnhofsmodernisierungsgesetztes kommen wird, sollte auf der Bodensee-Gürtelbahn schnellstmöglich eingeführt werden.

Elektronisches Fahrgeldmanagement – E-Ticketing: Die Bodenseeregion sollte zu einer Modell-Region für das „Elektronische Fahrgeld Management“ gemacht werden, das in anderen Bundesländern und Europäischen Staaten bereits erfolgreich eingesetzt wird. Dieses kundenfreundliche System verringert die Warteschlagen vor den Fahrgeldautomaten, die ohnehin wegen Vandalismus häufig ausfallen.

Busverkehr: Die Verbindung zur Touristenattraktion Stadt Meersburg ist unzureichend und sollte ausgebaut werden. Es ist zu prüfen, ob im Rahmen des in Meersburg bewährten Anruf-Sammel-Taxis eine zusätzliche Verbindung abends ab 19  Uhr von Meersburg über Daisendorf, Bermatingen nach Markdorf geschaffen werden kann.
AST Verbindungen wären auch ab 24 Uhr ab Friedrichshafen-Ost wünschenswert.

Verkehrsmanagement Straßenverkehr und ÖPNV: Die fehlenden durchgängigen Ost-West und Nord-Süd-Verkehrsachsen führen regelmäßig zu weiträumigen Verkehrsbehinderungen auf Land-/und Kreisstraßen. Ein Verkehrsmanagement-system muss den Individualverkehr und den ÖPNV umfassen: Um Park&Ride im Bodenseekreis zu fördern, müssen Staumeldungen entlang der B31/30 mit Informationen über Zugverbindungen und Parkmöglichkeiten verbunden werden, zum Beispiel ab dem Bahnhof Mühlhofen, der über ausreichend Parkplätze verfügt.







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