23.10.2017 02:54

2011 Umgehungsstraße Bermatingen

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Umfahrungsstraße Bermatingen-Ahausen
MdL Ulrich Müller und CDU Bermatingen in engem Kontakt mit dem Regierungspräsidium Tübingen

Die Ortsumfahrung Bermatingen ist das einzige Straßenbauvorhaben im Bodenseekreis mit einer sicheren Finanzierungszusage. Es ist dem Landtagsabgeordneten MdL Ulrich Müller von der CDU zu verdanken, dass dieses Bauvorhaben zusammen mit dem Projekt Neufrach aus einem Sonderetat finanziert werden kann. Auch nach der Finanzierungszusage kümmert sich der Abgeordnete um das Bauvorhaben. Auf seine Veranlassung fand im August vergangenen Jahres ein Gespräch im Regierungspräsidium Tübingen mit Regierungspräsident HermannStrampfer statt. Beim Besuch konnte die CDU-Delegation und Bürgermeister Martin Rupp und Ortsvorsteher Huber Sträßle Änderungswünsche zur Planung der Umfahrungsstraße ansprechen.

Das Regierungspräsidium hat inzwischen die vorgebrachten Planungsänderungen in seine Überlegungen einbezogen und mit Schreiben vom 17. 01. 2011 an die CDU Bermatingen beantwortet.

Die Straßenbauverwaltung teilte mit, dass die gewünschte Absenkung der geplanten Straßenhöhe der Umgehungsstraße zwischen dem Annaberg und der Ahauserstraße (K 7749) aus deren Sicht möglich ist. Bis zur endgültigen Entscheidung muss jedoch noch die Stellungnahme der Unteren Wasserbehörde – Landratsamt Bodenseekreis – abgewartet werden. Die Planung zur Verlegung des Bermatinger Baches ist Teil dieser Untersuchung und wird gutachterlich überprüft. Mit der Tieferlegung kann der Lärmschutz und die Einpassung in die Landschaft verbessert werden.

Als weiterer Punkt wurde eine weiträumige Verlegung der Großraumroute aus der Ortsdurchfahrt Bermatingen angesprochen. Ein offizieller Antrag durch die Gemeinde beim Regierungspräsidium wird von der Gemeinde zu gegebener Zeit eingereicht.

Ein weiterer Vorschlag der CDU – Bermatingen war, im Kreuzungsbereich der Umgehungsstraße und der Ahauserstraße für Fußgänger- und Radfahrerverkehr anstelle einer Überführung eine Unterführung zu bauen. Bedenken bestehen seitens der CDU deshalb gegen eine Überführung, weil diese Brücke in einer Höhe von etwa 6.0 m die Fahrbahn überqueren würde und zudem die Rampen eine Steigung von 6.0%  aufweisen. Man bezweifelt, ob eine Akzeptanz der Überführung gewährleistet ist. Der zu bewältigende Höhenunterschied und die steilen Rampen wirken wie ein Hindernis. Fußgänger und Radfahrer könnten versuchen, die Umgehungsstraße ebenerdig zu überqueren, was zu erheblichen Gefährdungen führen könnte. Wie man weiß, versuchen Fußgänger und Radfahrer immer den kürzesten und bequemsten Weg zu nehmen. Die Planer kommen aufgrund dieser Argumente insofern entgegen, als eine Änderung der Rampenneigung in Erwägung gezogen wird. Aus Sicht der CDU wäre eine Neigung der Rampen von 3 bis 4% wünschenswert.

Der Bau einer Brücke für eine Wirtschaftswegequerung östlich des Annaberges soll im Rahmen eines Flurneuordnungsverfahrens überprüft werden, das vom Regierungspräsidium beantragt wird. Offene Fragen zu diesem Bauwerk sollen in diesem Rahmen geklärt werden. Ein Vorschlag der Jägerschaft geht dahin, die Wirtschaftswegebrücke etwas nach Osten hin zu verschieben. Damit könnte man nach deren Auffassung der Problemlösung einer Wildquerung einen Schritt näher kommen.

Die Erstellung eines Wildschutzschutzzaunes entlang der Waldstrecke beiderseits der Straße wird zunächst nicht weiter verfolgt mit der Begründung, dass die prognostizierte Verkehrsbelastung von rund 12.900 Kfz/24h aus Sicht der Straßenbauverwaltung kein unüberwindliches Hindernis für das Wild darstellen würde. Bei der CDU ist man jedoch der Ansicht, dass ein Wildschutzzaun im unmittelbaren Nahbereich zum Bermatinger Unterwald zum Schutz der Verkehrsteilnehmer vor Wildunfällen unbedingt erforderlich ist. Eine vergleichbar erhebliche Unfallgefahr ist von der B33 her bekannt.

In der Stellungnahme des Regierungspräsidiums fehlt eine verbindliche Terminierung für die Erörterungsverhandlung. Nach Meinung des Ortsverbandes sollte dieser Termin in möglichst absehbarer Zeit stattfinden, damit die vom Projekt betroffenen Bürger in das Bauvorhaben einbezogen werden. Der örtliche CDU – Ortsverband will ihren Landtagsabgeordneten Ulrich Müller bitten, deshalb beim Regierungspräsidenten vorstellig zu werden. Dabei wird sich der CDU-Abgeordnete auch  um eine zeitlich sinnvolle Abstimmung mit den beiden Maßnahmen der Nachbarschaft – Südumfahrung Neufrach und Südumfahrung Markdorf – bemühen. Denn alle diese Neubaumaßnahmen hängen im wahrsten Sinne des Wortes miteinander zusammen.


 







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